Über mich

DSCN0182aIch bin 1952 geboren und bin Lehrer an einer norddeutschen Freien Waldorfschule, an der ich seit über 20 Jahren die Fremdsprache Französisch in den Klassen 5 – 13 unterrichte. Wie fast alle Lehrer bin ich in meiner Ausbildung durch eine ganz klassische Schule gegangen: Gymnasium, Universität, Referendariat bereiteten geradlinig darauf vor, in die Fußstapfen unserer eigenen Lehrer zu treten, auch wenn der kommunikative Ansatz in der Fremdsprachendidaktik inzwischen den behavioristischen abgelöst hatte. Es war nicht schlecht, ein paar Jahre lang etwas ganz anderes zu machen, bis ich schließlich die Waldorfpädagogik entdeckte, die die nur noch schwach glimmende ehemalige Begeisterung wieder neu entfachte, wurde doch dank Rudolf Steiner Sprache hier als etwas Ganzheitliches angesehen, das eng mit der geistigen Natur des Menschen verbunden ist. Doch einfach gestaltete es sich nicht, den spärlichen Anregungen Steiners nachzugehen und in vielen Fortbildungen sich nur langsam einem fernen Ideal anzunähern. Aber ich durfte viel von mir selbst entdecken und freilegen und mich auf den Weg zu einer authentischeren Lehrerpersönlichkeit machen. Ich glaube,  dass wir als Sprachlehrerkollegen unseren Schülern vieles an Erleben geschenkt haben, aber haben wir auch besseren Fremdsprachenunterricht gemacht? Konnten unsere Schüler eigentlich mehr als an vergleichbaren anderen Schulen? Eher nicht. Bei all unserem Bemühen blieben wir doch häufig jene klassisch ausgebildeten Lehrer, die den Ballast der Vergangenheit in ihren Köpfen mit sich trugen. Auch wir müssen weiter denken, umdenken. Den Beginn dieses Prozesses bei mir soll diese Internetseite, soll dieser Blog deutlich machen. Ich wünsche mir einen fruchtbaren Austausch.